Die Brücke von Pinzano

Die Brücke von Pinzano

Die Arbeiten für den Bau der ersten stabilen Brücke begannen 1903 und das 181 Meter lange und dreißig Meter hohe, in drei Bögen unterteilte Werk wurde am 16. September 1906 eingeweiht. Während des Ersten Weltkriegs, nach der Niederlage von Caporetto im November 1917, wurde die Brücke von der sich zurückziehenden italienischen Armee untergraben und der Bogen auf der Seite von Pinzano wurde zerstört. Am Eingang befindet sich heute eine Gedenktafel für Hauptmann Teodoro Moggio und die Männer der Brigade von Bologna, die im Nachhutgefecht am linken Flussufer kämpften, einem wichtigen Zusammenstoß für die Neuorganisation des italienischen Militärs.

Im Jahr 1920 wurde die Brücke wieder aufgebaut und nach dem Krieg wurde das Bauwerk, das 1944 durch Partisanenangriffe beschädigt wurde, repariert. Beim Hochwasser 1966 erlitt es irreversible Schäden und wurde im folgenden Jahr zerstört. Die jetzige, sehr elegante Brücke wurde am 19. März 1970 eingeweiht: Zur Erprobung wurden militärische Lasten von bis zu 838 Tonnen eingesetzt. Die Struktur ist sehr stabil, so sehr, dass sie bei dem Erdbeben von 1976 nicht beschädigt wurde.

In der Nähe des Tunnels kann man noch die Mautstelle und mehrere Militärposten sehen. Eine Maschinengewehrstellung aus der Zeit des Kalten Krieges findet man, wenn man einen Seitenweg hinuntergeht, während sich in der Nähe des Sacrariums weitere befestigte Strukturen befinden. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Bunker, der aus Sicherheitsgründen nicht besichtigt werden kann. An der Spitze dieses Systems stand die so genannte “casermetta” (kleine Kaserne) am Fuße des Col Pion (dort, wo das Sacrarium steht), mit Unterkunft und Lager für ein Detachement von Infanteristen. In den Jahren des Kalten Krieges stellte das Friaul den Vorposten gegen den kommunistischen Feind dar, der nie kam. Die Region und die Tagliamento-Linie waren von strategischer Bedeutung für das westliche Verteidigungssystem.
Nach dem Erdbeben von 1976 wurde die Kaserne als Sitz der zehnten Wiederaufbaustelle des Nationalen Alpenvereins genutzt.

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